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Umfrage: Cannabis-Industrie wünscht sich Verkauf über Fachgeschäfte

by Moritz Förster

In Deutschland wird die Legalisierung von Cannabis immer konkreter. Eine offene Frage: Welche Verkaufsstellen können die qualitativ hochwertige wie sichere Versorgung einhergehend mit Aufklärung, Kontrolle und Schutz vor Missbrauch gewährleisten? 67 Prozent der Befragten einer krautinvest.de-Linkedin-Umfrage unter Industrie-Professionals wünscht sich die Abgabe über Fachgeschäfte. 27 Prozent plädieren für Apotheken, sechs Prozent für den normalen Einzelhandel. Insgesamt nahmen 118 Industrie-Professionals an der Umfrage teil.

In ihrem heiß diskutierten Ergebnispapier haben sich die Parteien soeben für einen Verkauf über lizenzierten Ge­schäf­te ausgesprochen. Damit scheinet die Regierung in spe den Wünschen der Industrie nachzukommen. Allerdings ist auch der Verkauf über die Apotheke noch nicht ausgeschlossen. Schließlich darf man darauf gespannt sein, wie “lizenzierte Geschäfte” schlussendlich definiert werden und an welche Bedingungen die Lizenzvergabe geknüpft wird.

Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Apotheken als Verkaufsstelle ins Spiel gebracht:  “Im Fall einer Legalisierung sind wir davon überzeugt, dass es nur die Apotheken sein können, die ein Höchstmaß an Sicherheit für die Konsumenten gewährleisten“, hatte Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt.

Schließlich verfügen Apotheken durch den Verkauf von medizinischem Cannabis bereits über relevante Expertise, beispielsweise für die Qualitätsprüfung. „Ich bin unbedingt dafür, die Cannabis-Legalisierung über Apotheken laufen zu lassen. Wir haben das Know-how und das seriöse Umfeld für Prüfung, Produkte und Beratung”, erklärte beispielsweise Melanie Dolfen.

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