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Farmako beliefert Stadapharm mit THC-Testkits

by Moritz Förster

Farmako hat soeben verkündet, Stadapharm mit THC-Testkits zu beliefern. Farmako hat die Testkits selbst entwickelt und produziert. Apotheken sollen mit ihrer Hilfe einfach, schnell und kostengünstig Identitätsprüfungen von medizinischen Cannabisblüten und -extrakten vornehmen können. Stadapharm – im Stada Konzern zuständig für den Vertreib von Spezialpharmazeutika – werde die Kits noch im April anbieten.

Wohlgemerkt verkauft Farmako die Kits selbst bereits seit Dezember an Apotheken. Wie es scheint, können die Kits über Stadapharm nun aber im noch größeren Stil vertrieben werden. Schließlich mischt Stadapharm seit kurzem im Markt für medizinisches Cannabis mit. Der Mutterkonzern Stada ist weltweit in 120 Ländern aktiv, bei einem Jahresumsatz von mehr als drei Milliarden Euro und weltweit 12.301 Mitarbeiter:innen. Nun also hat das Stadapharm-Vertriebsteam neben THC-haltigen Cannabisblüten und -extrakten also auch Farmakos Testkits im Portfolio.

Zur Erinnerung: Apotherker:innen müssen in der Apotheke Ausgangsstoffe wie Cannabis mindestens auf die Identität prüfen. Die Dünnschichtchromatografie (DC) als Methode zur Identitätsprüfung gemäß DAB sei zwar wirksam, allerdings verweist Farmako auf damit verbunden enorm viel Zeit, hohen Arbeitsaufwand und unverhältnismäßige Kosten.

Laut Farmako ist das THC-Testkit patentrechtlich geschützt und ermögliche die THC-Identitätsprüfung in wenigen Minuten, ohne die Notwendigkeit weiterer Hilfsmittel oder teurer Referenzsubstanzen. Damit biete es eine unkomplizierte, schnelle und kostengünstige Alternative zur aufwendigen und teuren Dünnschichtchromatographie bei der Identitätsprüfung THC-haltiger Wirkstoffe bzw. Rezepturarzneimittel, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die von Farmako entwickelte Prüfmethode basiere dabei auf einem hochspezifischen Immunoassay-THC-Teststreifen und einer vorbereiteten Prüflösung, unter anderem mit Methanol. Zum qualitativen Nachweis von THC seien fünf bis 20 Milligramm Blütenmaterial oder ein bis zwei Tropfen Extrakt notwendig. Nach fünf Minuten könne das Ergebnis abgelesen werden.

„Im Cannabismarkt dreht sich die Diskussion oftmals um die hohen Hürden für Patienten, Lieferanten, Ärzte und Apotheker. Wir als Farmako möchten daher Patienten mit hoher Beschwerdelast über faire Preise, Zuverlässigkeit und effiziente Hilfestellung für Fachpersonal den Weg zu einer Cannabinoid-Therapie ermöglichen bzw. erleichtern“, lässt sich Farmako-Geschäftsführerin Katrin Eckmans zitieren.

Der Bedarf nach effizienten Lösungen für Apotheker:innen im Umgang mit medizinischem Cannabis scheint groß. Schließlich hatte auch Tilray im Februar ein Testkit auf den Markt gebracht.

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