Home EinblickAnalysen Quo Vadis CBD und Hanfextrakt? Die Stimmen aus der Industrie

Quo Vadis CBD und Hanfextrakt? Die Stimmen aus der Industrie

by Moritz Förster

Eine ganze Industrie blickt gebannt gen Brüssel. Was ist nun mit CBD-haltigen Hanfextrakten? Jenseits des Pharma-Bereichs alles illegale Betäubungsmittel? Wir haben führende Unternehmer, Anwälte und Experten der Cannabis-Industrie um eine Einschätzung befragt. Der Tenor: Es gibt keinen Grund CBD per se als Betäubungsmittel einzustufen.

Unklares Hin- und Her um Hanfextrakte

Rechtsanwalt Kai-Friedrich Niermann bezeichnet eine Einstufung von Hanfextrakten als Betäubungsmittel “weit über das Ziel hinaus geschossen” und spricht gar von einem “War on Drugs”. Auch Materias CEO Deepak Anand bedauert, dass die “Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz EFSA, versucht, CBD als Betäubungsmittel einzustufen”. Freddie Dawson von CBD-Intel bezeichnet den europäischen Markt gar als den “prekärsten und undurchsichtigsten”, bemängelt die fehlende “Klarheit”.

Auch laut Finn Hänsel, der mit der Sanity Group CBD unter dem Namen Vaay vermarktet, sei die “regulatorische Landschaft im Moment ein Chaos”. Nacani-Gründerin Meike Köstring wünscht sich, um dem entgegen zu treten, unter anderem”stabile Kontrollen, um den Konsumenten Qualität garantieren zu können.”

Matteo Delbrück, Gründer von Swiss Organic Partners kritisiert zudem, dass sich “gesetzliche Richtlinien für den Vertrieb von CBD-Produkten laufend ändern und von den lokalen Behörden unterschiedlich ausgelegt” würden.

Status Quo – Expertenmeinungen

Das sagen die Experten über den Status Quo von CBD und Hanfextrakten in der EU:

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CBD ein BtM – Eigentlich nicht vorstellbar.

Andererseits können sich nur wenige vorstellen, dass die EU tatsächlich Ernst macht. “Die EU-Kommission hat eine Meinung zu der Klassifizierung von CBD, jedoch heißt es noch lange nicht, dass dieser Vorschlag als Gesetz umgesetzt wird. Dieser Vorschlag wird höchst wahrscheinlich im Europäischen Gerichtshof scheitern”, glaubt etwa Alexej Pikovsky vom CBD-Marktplatz Alphagreen. Sanja Bonelli, die mit New Garden Lab für natürliche Hanfkosmetik steht, ist vor dem Hintergrund der Aufnahme von Hanfextrakten in den EU Cosing Katalog ebenfalls zuversichtlich: “Die EU müsste diese Entscheidung de facto revidieren, um CBD neu zu klassifizieren, was durchaus Anlass zur Hoffnung gibt, dass es nicht soweit kommt.”

Ein weitere Punkt, der Hendrik Brettschneider von der CBD-Bewertungsplattform CannaTrust.eu trotz des regulatorischen Hin und Her der letzten Jahr hoffnungsvoll stimmt: “Der Markt ist groß und voller Potential.” Matteo Delbrück blickt in diesem Sinne lösungsorientiert voraus:”Wir erhoffen uns durch einen offenen Dialog zwischen Anbietern und Behörden zukünftig eine bessere Regulierung des CBD-Marktes, so dass alle Konsumenten einen unproblematischen Zugang zu hochwertigen CBD-Produkten haben.”

Egal, wen man fragt, in einem Punkt sind sich alle einig: Klare regulatorische Rahmenbedingungen müssen her. “Im Sinne des Verbraucherschutzes wäre es wünschenswert, einheitliche Regelungen und Schwellenwerte zu schaffen, damit ein sicherer Konsum gewährleistet ist”, präzisiert Khirons Franziska Katterbach ihre eigenen Vorstellung.  Was sich die Experten für die Zukunft von Hanfextrakten und CBD in Europa darüber hinaus gehend wünschen?

Was bringt die Zukunft?

Das erhoffen sich die Unternehmer für die Zukunft von CBD in Europa:

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Zur Erinnerung: Anscheinend überlegt die EU Extrakte aus der Hanfpflanze auch mit weniger als 0,2 Prozent THC als Betäubungsmittel einzustufen. Dann wäre nur noch synthetisch hergestelltes CBD verkehrsfähig. EIHA-Präsident Daniel Kruse hatte bereits auf krautinvest.de Stellung zu den aktuellen Vorgängen bezogen. Vom Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. hatten Dr. Stefan Meyer, Marijn Roersch van der Hoogte sowie Jürgen Neumeyer ebenfalls auf krautinvest.de über Konsequenzen für die Industrie diskutiert.

Bildquellen

  • Kai_Friedrich_Niermann-CBD: KFN
  • Deepak-Anand-CBD: Materia Ventures
  • Freddie-Dawson-CBD: CBD-Intel
  • CBD Regulierung EU: Photo by Tingey Injury Law Firm on Unsplash

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2 comments

Europas CBD-Markt im Überblick - Krautinvest Oktober 14, 2020 - 4:06 pm

[…] Analysen […]

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2020 - das nicht-prognostizierbare Cannabis-Jahr? - Krautinvest November 23, 2020 - 1:54 pm

[…] sind wir angesichts der Debatte rund um CBD als Betäubungsmittel weit entfernt – “Quo Vadis CBD?” fragten wir die Experten daher Mitte des […]

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