BPC und Esanum kooperieren: Cannabis-Aufklärung für Ärztinnen und Ärzte

by Hande Savus

Der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen (BPC) und die deutsche Plattform für Ärzte und Ärztinnen Esanum haben eine Netzwerkpartnerschaft vereinbart. Die Kooperation diene der Aufklärungsarbeit innerhalb der Ärzteschaft in Deutschland. Auf den Internetseiten der esanum-Plattform solle über das Thema Medizinalcannabis geschrieben werden und den Austausch von medizinisch-wissenschaftlichen Inhalten anregen, verkündet der BPC.

Esanum ist ein eigenständiges Online-Netzwerk von und für Ärzten und Ärztinnen mit dem Ziel, den bereichsübergreifenden Austausch zwischen Fachleuten zu ermöglichen. Nach eigenen Angaben handelt es sich um eine der größten sozialen Netzwerke für Mediziner:innen in Deutschland und Europa, die sich über Behandlungsmethoden, Weiterbildungen, Indikationserweiterungen sowie Leitlinienänderungen informieren und auszutauschen können, das ganze länderübergreifend und in verschiedenen Sprachen.

Der BPC erhofft sich, durch die Kooperation Skepsis und Unwissenheit bei Ärzte und Ärtz:innen abzubauen. „Nach wie vor gibt es viel Unwissenheit beim Einsatz von hochwertigen pharmazeutischen Cannabis- Arzneimitteln. Wir möchten mit praktischem Wissen einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärungsarbeit und Versorgung von Patient:innen leisten. Wir planen Beiträge u. a. rund um Anwendungsgebiete, Therapiemöglichkeiten und Versorgungsstrukturen“, lässt sich Dr. Franziska Spitzner zitieren, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Forschung beim BPC.

Die Hintergründe zur Partnerschaft.

Die Artikel werden, wie der BPC auf Anfrage erläutert, von unterschiedlichen Personen verfasst. Themenabhängig reiche dies von ehrenamtlichen Mitgliedern der verschieden Arbeitsgruppen des Verbandes – beispielsweise aus der Arbeitsgemeinschaft Forschung oder Politik über die BPC-Geschäftsstelle bis hin zu Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirates.

Der BPC strebe dabei an, in einem monatlichen Turnus Beiträge zu veröffentlichen. Es werde sich nicht ausschließlich um die Publikation von schriftlicher Beiträgen handeln, sondern auch um Videos und Podcasts.

Die Erfahrungen in Deutschland, lässt der Verband verlauten, könnten Modellcharakter für andere europäische Länder haben, dennoch sei zur Zeit kein Übersetzung des Angebot angedacht. Esanum verfüge ohnehin unter deutschsprachigen Ärzten und Ärztinnen über die größte Reichweite. Bei der Partnerschaft handle es sich nach Aussagen der BPC um keine bezahlte Partnerschaft. Während der BPC die Inhalte stellt, bringt Esanum sein Netzwerk ein.

„Im Zentrum unserer Netzwerkpartnerschaft mit dem BPC steht die Aufklärung zum Thema Medizinalcannabis durch regelmäßige, medizinisch-wissenschaftliche, produktneutrale Updates zum Themengebiet. Da das Interesse unserer Nutzer:innen zu dem Thema stetig weiter wächst, freuen wir uns, ihnen durch diese Partnerschaft hilfreiche Informationen für den Praxisalltag zur Verfügung zu stellen und die Ärzteschaft somit dabei zu unterstützen, ihre Patient:innen mit der optimalen Therapie zu behandeln – ohne Hindernisse bei der Verordnung und Kostenübernahme“, erklärt Tom Renneberg, CEO von Esanum.

Bildquellen

  • alina-grubnyak-ZiQkhI7417A-unsplash: photo by alina grubnyak ZiQkhI7417A

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