Importe für medizinisches Cannabis: Konstanz statt Wachstum

by Moritz Förster

Wie offizielle Daten der Bundesopiumstelle zeigen, wurden im ersten Halbjahr 2021 knapp 10,5 Tonnen medizinisches Cannabis in Form von Blüten oder Extrakten (hochgerechnet auf die dafür verwendeten Blüten) nach Deutschland importiert. Rückblickend auf die vergangenen fünfeinhalb Jahre würdigt Alfredo Pascual die Entwicklung auf Linkedin zwar nicht als das „exponentielle Wachstum“, das einige erwartet hatten, seines Erachtens sei es dennoch „beachtlich, wie sich der Markt entwickelt habe“, quasi von Null.

So wurden 2017 nach dem Inkrafttreten des „Cannabis als Medizin Gesetzes“ im März 1,78 Tonnen medizinisches Cannabis importiert. Seitdem ging es stetig nach oben. Erstmals wurden im letzten Jahr mehr als 20 Tonnen importiert. Die Import-Daten zeigen allerdings auch, dass es Ende 2020 einen Sprung nach oben gab, seitdem aber Konstanz eingekehrt ist:

  • Erste Halbjahr 2020: 5,3 Tonnen
  • Zweite Halbjahr 2020: 6,4 Tonnen (vier Tonnen entfallen auf das vierte Quartal)
  • Erste Halbjahr 2021: 10 Tonnen
  • Zweite Halbjahr 2021: 10,7 Tonnen
  • Erste Halbjahr 20222: 10,5 Tonnen

Die letzten drei Halbjahre liefen sehr gleichmäßig ab. Da es erfahrungsgemäß immer wieder zu Schwankungen kommt, bleibt abzuwarten, ob der Markt sich nun auf diesem Niveau stabilisiert oder die Nachfrage durch zusätzliche Patient:innen weiter ansteigt. Von daher verbleibt ein Fragezeichen.

Zur Erinnerung: Dies war der Stand nach dem ersten Halbjahr 2021.

Bildquellen

  • Einfuhren_Cannabisblueten: Bundesopiumstelle
  • lxrcbsv-vVHXeu0YNbk-unsplash: unsplash

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