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CannaBiz – die News im März

Das passierte im deutschen Cannabis-Markt im März: #Anbaustopp OLG verbietet vorerst Vergabe der Anbaulizenzen #CannabisChatbot #Importland #Arbeitsplätze

#CannaMarkt

Es ist der Paukenschlag auf dem deutschen Markt: Die Cannabis-Produktion verzögert sich. Unter anderem der WDR berichten über das Urteil des Oberlandesgericht Düsseldorf (29.3.): Drei von vier Beschwerden habe der Vergabesenat des Gerichts als unbegründet zurückgewiesen. Einer aber sei stattgegeben worden. Das Bieterkonsortium hätte beklagt, dass das für die Auftragsvergabe zuständige Bundesinstitut acht Werktage vor Fristablauf die Vergabeanforderungen verschärft, aber den Bietern nicht mehr Zeit eingeräumt habe. Nun kann es ein weiteres Jahr dauern, bevor in Deutschland medizinisches Cannabis produziert wird. Über die Konsequenzen spricht Hendrik Knopp von Nuuvera in einem ausführlichen Interview mit der taz (30.3.). Die FDP äußerte sich bereits gegenüber der Berliner Morgenpost: Nun Sei es am neuen “Gesundheitsminister Jens Spahn, der die Fachaufsicht über das BfArM habe, sofort einzugreifen und für eine ordnungsgemäße Ausschreibung zu sorgen. Nur so könne dem Verdacht entgegengewirkt werden, die juristische Panne könnte den Kritikern einer modernen Cannabis-Politik sogar recht sein.” (Wieland Schinnenburg, drogen- und suchtpolitischer Sprecher der FDP).

Die Cannabis-Importe in Deutschland nehmen zu (Handelsblatt, 16.3.). Seitdem vor rund einem Jahr Cannabis zum medizinischen Einsatz gesetzlich erlaubt worden seien, seien die beantragten Importmengen deutlich gestiegen. Allein von September 2017 bis März 2018 seien in Deutschland Importanträge für eine Menge von mehr als 13.000 Kilogramm Cannabis genehmigt worden.

Mal wieder positive News in Sachen Legalisierung vom Business Insider (19.3.): Die Legalisierung könne kleine Städte wirtschaftlich stärken, heißt es in einem Bericht. Business Insider beruft sich auf eine Studie zur Stadt Colorado, durchgeführt von der Colorado State University. Allein in Pueblo seien zukünftig bis zu 100 Millionen Dollar Umsatz im Jahr möglich.

Gründerszene präsentiert im März einen Überblick im Newsletter über die Cannabis-Anbieter am deutschen Markt. Unterdessen nimmt der Stern in einem Video-Beitrag den Pharmakonzern Bionorica ins Auge und die Cannabis-Produktion für den deutschen Markt. Auch BR24 berichtet von guten Geschäften für Bionorica (27.3.). Das Unternehmen profitiere von der hohen Nachfrage in Bayern.

Deutschlandfunk stellt unterdessen das Berliner Startup Pedanios vor (2.3.). Der Arzneimittelhändler beliefere inzwischen Cannabis an Apotheken in ganz Deutschland: “Legaler Cannabis-Handel als Erfolgsmodell”

Cannamedical habe im Februar die gesamte 16. Etage im Kölnturm des Mediaparks bezogen, berichtet der Kölner Stadt Anzeiger (1.3.). Das auf den Cannabishandel spezialisierte Startup beliefere alle Partner-Apotheken innerhalb von 24 Stunden von einem “mitten in Deutschland” gelegenen 900 Quadratmeter großen Betäubungsmittellager. Die Umsätze liegen in Millionenhöhe. Laut Express (12.3.) wolle Cannamedical 350 neue Jobs schaffen.

#CannaInvest

Die Ärzte Zeitung berichtet über steigende Aktienkurse (5.3.). Hintergrund sei, dass immer mehr Staaten Cannabinole als Medikament erlauben würden.

Snoop Dogg will 45 Millionen Dollar in Cannabis-Startups investieren (Highway Magazin, 16.3.). Seine Risikokapitalfirma Casa Verde habe diesen Betrag eingesammelt. Etwa die Hälfte des Fonds solle einige Startups mit jeweils einer Million Dollar ausstatten, die andere Hälfte solle sich positiv entwickelnde Firmen weiter unterstützen.

Wallstreet online wirft unterdessen mal wieder einen Blick auf die beiden “Großen”: Aurora Cannabis und Canopy Growth (16.3.). Finanztrends nennt Aurora Cannabis unterdessen eine “Wundertüte” (28.3.).

The Moltley Fool nimmt die Übernahme von CanniMed Therapeutics durch Aurora Cannabis unter die Lupe (23.3.). Unter anderem heißt es in der Analyse: Der Deal sei teuer gewesen.

#CannaTech

Global Cannabis bringt eine Chatbot, basierend auf Künstlicher Intelligenz, für die medizinische Cannabisbranche auf den Markt (Sharewise, 15.3.). Die Chatbot Sanna sei mit Informationen aus über zehn Jahren an Interaktionen mit Kunden gefüttert worden. Das Unternehmen habe mit Canna Help Deck ein exklusives Abkommen hinsichtlich des geistigen Eigentums unterzeichnet. Sanna verwende eine eigene Technologie und Künstliche Intelligenz, um eine Konversation über Textinteraktionen zu simulieren, um das medizinische Profil eines Patienten zu verstehen und Informationen über medizinisches Cannabis sowie über Behandlungsoptionen bereitzustellen.

#CannaInternational

Eine Million Arbeitsplätze und und Steuereinnahmenm in Höhe von 105 Million Dollar könne die USA bis zum Jahr 2025 erwarten, verkündet das Highway Magazin unter Berufung auf eine Studie des Cannabis-Analysten New Frontier Data (14.3.). Voraussetzung dafür: Eine Legalisierung auf der Stelle in allen 50 Bundesstaaten.

Das Handelsblatt nimmt mal wieder den kanadischen Markt ins Auge (5.3.). Die Zahl der Unternehmen mit Anbaulizenzen steige rasant. Grund sei die im Sommer bevorstehende weitgehende Legalisierung von Marihuana auch als Freizeitdroge. Den volkswirtschaftlichen Gesamtwert des Cannabismarkts schätze das Investmenthaus Eight Capital auf bis zu 23 Milliarden kanadische Dollar.

Widersetzen sich liberale Städte in den USA der Regierung von Donald Trump? Das legt zumindest ein Bericht von shareribs nahe (6.3.).

Laut Griechenland Zeitung (10.3.) hat das griechische Parlament medizinisches Cannabis zugelassen.

Seit Mitte 2017, dem Startschuss für legales Cannabis in Nevada, seien die Umsätze stark gestiegen (Wallstreet Online, 28.2.). Inzwischen beliefen sie sich rechnerisch auf eine Million Dollar pro Tag.

Die FAZ berichtet in einem Videobeitrag über ex-Sträflinge, die inzwischen legal im Cannabis-Markt arbeiten (14.3.). Aktivisten würden verlangen, dass alle Inhaftierten freigelassen werden.

#CannaMed

Deutschlandfunk (8.3.) berichtet ein Jahr nach Legalisierung von medizinischem Cannabis über Schwierigkeiten. Patienten würden über Bürokratie klagen, es habe Engpässe gegeben. Auch Spiegel Online (9.3.) berichtet von einer steigenden Nachfrage. Apotheken hätten 44.000 Einheiten an Cannabis-Blüten auf Kosten der Krankenkassen ausgegeben (Quelle: Apothekenbranchenverband ABDA). Bisher werde Medizinal-Cannabis vor allem aus Kanada und den Niederlanden importiert. Entsprechend fordert die Frankfurter Rundschau (5.3.): “Deutschland braucht mehr Cannabis”. Der Bedarf übersteige den Vorrat um das Dreifache.

Die Süddeutsche Zeitung (12.3.) schreibt über Rolf Müller. Der Arzt habe im vergangenen Jahr 500 Patienten Privatrezepte für Cannabis ausgestellt. Er sei einer der deutschen Ärzte mit den meisten Cannabis-Patienten.

Auch der Ökonom Justus Haucap äußert sich in der Zeit gemeinsam mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann wieder zur Liberalisierung von Cannabis (13.3.). Seine These: Deutschland brauche einen legalen Markt – das entlaste die Polizei, generiere Steuereinnahmen und schütze Verbraucher.

Bildquellen

  • Urteil Cannabis: pixabay/ Activedia
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