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#CannaBiz – die News im Dezember

by Hande Savus

Weiterhin bestimmt die mögliche Cannabis-Legalisierung die öffentliche Debatte. Auf der einen Seite äußern sich die Skeptiker:innen, auf der anderen die Fürsprecher:innen. Außerdem im Fokus: Rabattverträge, Malta und der Dermapharm- sowie der Synbiotic-Deal.

#CannaLegal

Der niedersächsischer Innenminister Boris Pistorius sehe den Beschluss der Ampel- Regierung, den Konsum von Cannabis zu legalisieren, kritisch. Der Jugendschutz werde nicht bedacht, finde der SPD- Politiker. (RND)

Der SWR berichtet in einem Videobeitrag, dass Cannabis künftig in lizenzierten Geschäften für Erwachsene frei erhältlich sein solle. Ob die Legalisierung den Schwarzmarkt stoppen werde, bleibe unklar.

Auf der einen Seite werden deutliche Vorteile der Legalisierung aufgezeigt. Laut des Berichts von Radioeins könnte die Legalisierung von Cannabis dem Staat mehr als 4,7 Milliarden Euro an zusätzlichen Mitteln bringen. Dies zeige eine Studie des Wettbewerbsökonomen Justus Haucap vom Institute for Competition Economics (DICE) an der Universität Düsseldorf.

Der Plan der Ampelkoalition, eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu legalisieren, schütze Kiffer vor dem Griff zu illegaler Importware minderer Qualität. Zusätzlich verschaffe sich der Staat mit der Legalisierung Mehreinnahmen über Steuern. (Wirtschaftswoche)

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir verteidige die von der Ampel geplante Legalisierung von Cannabis und sehe bei Bauern in Deutschland ein großes Interesse am Anbau. (Welt) „Sobald der Bundestag das Gesetz des Gesundheitsministers verabschiedet habe, werde die Landwirtschaft auch diese Nutzpflanzen anbauen“, sagt er im Interview mit der „Bild am Sonntag“ (Quelle: Business Insider)

Im Interview mit der Bild plädiert Lars Müller für ein ein deutsches Reinheitsgebot für Cannabis. Deutschland brauche wie bei dem heimischen Bier einen neuen Qualitätsstandard, der gemeinsam mit der Politik entwickelt werden müsse, um das Projekt „Legalize it“ erfolgreich und vor allem sicher für die Konsumenten umsetzen zu können.

Firmengründer von “Bavaria Weed” Stefan Langer warte auf die Legalisierung: Cannabis im Wert von 30 Millionen Euro lagere in dem Ex-Nato-Spionagebunker im Allgäu. (Focus Online, Bild)

Angesichts der angekündigten Cannabis-Legalisierung blickt der NDR zurück auf die letzten Jahrzehnte der deutschen Drogenpolitik – und analysiert dabei nicht nur historische, sondern auch auf internationale Prozesse.

Wie die Legaliserung umgesetzt werden soll, bildet die zentrale Fragestellung vieler Berichterstattungen. Wer dürfe künftig mit Cannabis handeln? Und welche Mengen dürften Kunden kaufen? Sei die Legalisierung nun gut oder schlecht (Süddeutsche)? Was spreche dafür und was spreche dagegen? (ZDF)

Auch die ARD formuliert in einem Videobeitrag zentrale Fragen zu dem “Gedankenexperiment der Legalisierung”: Probieren mehr Leute die Droge aus? Wer könne genug saubere Produkte herstellen? Gäbe es trotzdem einen Schwarzmarkt? Im HR- Radiobeitrag sind vergleichbare Fragen im Vordergrund: Wie könne eine Cannabis-Legalisierung in Deutschland funktionieren? Wer werde am neuen Markt verdienen? Und was erhoffen sich die Befürworter? (HR-Radio)

Koalitionsvereinbarungen folgen keiner Logik, sondern versuchen einen Interessenausgleich zwischen zukünftigen Regierungsparteien zu schaffen. Zuletzt wäre Cannabis 2002 von der zweiten rot-grünen Koalition erwähnt worden. Der Ansatz der Ampelkoalition sei ein gänzlich anderer. (FAZ)

Seit Jahrzehnten werde diskutiert, mit der Ampel-Koalition solle es soweit sein: Cannabis werde für den privaten Gebrauch freigegeben. Es entstehe ein neuer, legaler Milliardenmarkt. Doch auch wenn bereits zahlreiche deutsche und ausländische Unternehmen darauf warteten, es könne noch einige Zeit dauern. „Wir gehen von einer Legalisierung eher Ende 2022, Anfang 2023 aus“, heißt es beim deutschen Anbieter Demecan. (FR)

In einem Videobeitrag diskutiert Florian Holzapfel von Cantourage über die Herausforderung der Legalisierung von Cannabis als Genussmittel. Das Berliner Start-Up verweise darauf, dass es erhebliche Schwierigkeiten geben könne, die erhöhte Nachfrage zu decken und internationale Verträge festzulegen. (ARD)

Der Konsum von Cannabis solle in Deutschland bald legal sein. Bis in der Bundesrepublik legal gekifft werden dürfe, dauere es allerdings wohl noch einige Zeit. Denn auf dem Weg zur Legalisierung würden etliche Probleme warten, wie Cannabis-Experte Niklas Kouparanis von der Bloomwell Group im Gespräch erklärt: „Wir haben mehr als 80 Millionen Einwohner, das wird der größte legale Cannabismarkt weltweit werden.“ (u.a. Merkur)

Cannabis legalisieren, aber wie? Zentral werde der Aufbau der Infrastruktur werden. Nur wenn Preis, Qualität und Verteilung stimmten, könne das Projekt gelingen, wie Daten aus Kanada und den USA belegen. (RND)

Dauert alles doch länger als gedacht? Die im Koalitionsvertrag angekündigte kontrollierte Abgabe von Cannabis werde auf sich warten lassen. SPD und FDP sehen derzeit keinen Grund zur Eile eines Gesetzesentwurfes. Ein Zeitplan liege nicht vor. “Priorität habe der Kampf gegen die Pandemie” sage der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann. (T-Online; NTV)

#CannaLegal – International

Maltas Präsident George Vella habe nun den Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Cannabis unterzeichnet. Vier Pflanzen für jeden über 18-Jährigen, 50 Gramm zu Hause und sieben Gramm unterwegs – so klinge die Kurzform der Regeln der maltesischen Cannabis-Legalisierung. (Hanf Magazin)

Cannabis aus staatlich kontrolliertem Anbau – das solle in den Niederlanden ab nächstem Jahr ausprobiert werden. Das Ziel sei es, den illegalen Handel mit Drogen besser in den Griff zu bekommen. (ZDF)

Bislang sei Cannabis in den Niederlanden nicht legal, sondern nur der Besitz sei geduldet. Bis jetzt werden die Coffeshops über den “Schwarzmarkt” bedient. In Deutschland solle der Anbau und der Vertrieb von Cannabis legalisiert werden. Es werde davon ausgegangen, dass der Staat durch die Legalisierung 4,7 Milliarden Euro einnehmen und 27 000 neue, legale Arbeitsplätze erschaffen werden könnten. (radioeins, radioeins)

#CannaMedizin

Die Wirkstoffe THC und CBD könnten chronischen Schmerzpatienten helfen, wenn andere Arzneimittel versagen. Der Extrakt der Hanfpflanze, Cannabis, sei in Deutschland bislang verboten. Dabei sei Cannabis, als getrocknete Blüten (Marihuana) oder Harz (Haschisch), nicht nur ein Rauschmittel, sondern auch ein sehr wirksames Medikament, das vor allem in der Schmerztherapie eine besondere Rolle spiele. (NDR)

Im Podcast “Der 8. Tag. Deutschland neu denken” erklärt Pia Marten, Vorständin von Cannovum, dass sie sich von der Cannabis-Legalisierung für den Freizeitkonsum – neben einem neuen Geschäftsfeld – auch deutliche Verbesserungen der Therapiemöglichkeiten für Patienten, die medizinisches Cannabis verwenden, erhoffe. (The Pioneer)

Kürzlich sei bekannt geworden, dass es in Deutschland erstmalig einen Rabattvertrag für Cannabisblüten gebe: Ein entsprechendes Abkommen habe das Unternehmen Adrexpharm nach eigenen Angaben gleich mit mehreren Kassen geschlossen. Für „pharmazeutischer Unsinn“, halten dies die pharmazeutischen Biologen Dr. Ilse Zündorf und Professor Robert Fürst aus Frankfurt am Main. (DAZ)

#CannaMarkt

Der Arzneimittelhersteller Dermapharm unternehme einen zweiten Anlauf in das Geschäft mit medizinischem Cannabis. Für rund 80 Millionen Euro kaufe Dermapharm die C³-Gruppe vom kanadischen Cannabis-Konzern Canopy Growth, wie das Unternehmen aus Gründwald bei München am Mittwoch mitteilt. (Handelsblatt)

Das Münchner Cannabis-Startup Synbiotic habe sich die Mehrheit an der Unternehmensgruppe von Daniel Kruse gesichert, zu der vier Cannabis-Unternehmen gehören würden. Synbiotic, das seit Anfang 2021 an der Börse gelistet sei, verfolge eine auf die EU fokussierte Buy & Build-Investmentstrategie. (Munich StartUp)

Die Cannabisbranche ziehe bisweilen unerwartete Persönlichkeiten an. Neu im Geschäft: Franjo Pooth, Ehemann des TV-Promis Verona Pooth. Unter der Marke Pacific Healthcare produziere und verkaufe er nun CBD-Produkte. (WELT)

Bei Gründerszene, Deutsche Startups und Strive wirft Anna Kouparanis, Gründerin der Bloomwell Group, einen Blick zurück auf ein ereignisreiches Jahr.

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