Wer hat das billigste Cannabis im ganzen Land?

by Moritz Förster

Stell dir vor, du bist Ärztin oder Arzt. Deine Erfahrung mit medizinischem Cannabis hält sich in Grenzen. Das endogene Cannabinoidsystem stand damals noch nicht im Curriculum. Aber: Du willst der Sache eine Chance geben. Funktioniert das mit dem Cannabis tatsächlich? Du wühlst dich durch den Genehmigungsvorbehalt und stehst schlussendlich vor der Frage: Welches Cannabis soll es denn nun sein? Klar, für die eine Indikation mehr THC, für die andere mehr CBD. Auch die Vor- und Nachteile von oral versus Inhalation sind logisch. Aber es verbleibt die Frage: Welche der rund 160 verschiedenen Sorten soll es denn sein. Und dann kleben ja teilweise auf gleichen Produkten unterschiedliche Etikette. Alles reichlich verwirrend.

Damit noch lange nicht genug. Terpene, bestrahlt oder unbestrahlt, unter der Sonne oder unter dem Hallendach? Macht das einen Unterschied? Ja, sagen die einen. Nein, die anderen. Eine Antwort mit großer Wirkung. Denn unmittelbar daran an knüpft die Frage: Sind die Cannabisblüten – solange ihr THC- und CBD-Gehalt konstant ist – austauschbar? Ein Thema, das eine ganze Branche in Aufruhr versetzt. Rabattverträge lassen die Margen in Zeiten des ohnehin verschärften Wettbewerbs weiter purzeln. „Die Cannabisfirmen haben es versäumt, ihre Produkte entsprechend wirksam zu profilieren und überzeugend zu positionieren. Wenn nichts für eine wirksame Differenzierung steht, dann bleibt der Preis!“, erläutert Klaus-Jürgen Preuss im Interview.

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