Florian Holzapfel im Podcast: Was bedeutet der IPO für ein Cannabis-Unternehmen?

Diskussion über Cantourages Börsengang

by Moritz Förster

Vor über einem Jahr verkündigte Cantourage, an die Börse gehen zu wollen. Mutig haben einige gedacht. Doch das Führungsteam, gespickt mit vergleichsweise viel Cannabis-Expertise, hielt Wort: Im November ging Cantourage tatsächlich an die Börse. Was die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg dahin waren? Die operative Entwicklung erklärt Florian Holzapfel im Podcast krautgeplauder.

Der administrative Aufwand eines Börsengangs, habe seines Erachtens auch einige gute Seiten: Er zwinge auch wachstumsorientierte Unternehmen, ihre Prozesse sauber aufzustellen und strukturiert zu arbeiten. Auch die Transparenzpflicht sieht der Cantourage-Mitgründer durchaus positiv. Klar, man müsse nochmal mehr darauf achten, was man nach außen geben dürfe, aber grundsätzlich begrüßt Holzapfel, dass Kennziffern für alle überprüfbar sind.

Bei Cannabis-Unternehmen gelten hierzulande an der Börse übrigens keine anderen Spielregeln als für andere Unternehmen. Anders als im Falle von Unternehmen, die in Großbritannien notiert sind, können diese in Deutschland auch ohne Schwierigkeiten am Genussmittelmarkt partizipieren. Eine knifflige Frage ist, wie viel im aktuellen Kurs bereits eine Wette auf einen zukünftigen Genussmittelmarkt ist. Und angesichts des abzuwartenden finalen G-BA-Beschlusses weiß aktuell niemand so recht, wie sich dieser auf den medizinischen Cannabis-Markt auswirken wird.

Florian Holzapfel zeigt sich ungeachtet dessen guter Dinge. Das Gründer- und Managementteam von Cantourage hält weiterhin die deutliche Mehrheit an dem Unternehmen. Dadurch vereint es Kontrolle und Flexibilität auf dem Kapitalmarkt – und kann sich im Fall der Fälle aufwendige Due-Diligence durch private Wachstumskapitalgeber ersparen.

Florian Holzapfel über die Meilensteine bis zum Börsengang, über VC-Runden und Perspektiven.

Cantourage kündigte im Sommer 2021 an, an die Börse gehen zu wollen. Mitten in der Pandemie in einer Zeit voller Unwägbarkeiten. Den Worten folgten Taten. Was waren seitdem die wichtigsten Meilensteine?

Der Einstiegspreis lag bei 6,48 Euro. Der wurde mehr als übertroffen. Waren die Aktien zu günstig?

Welche Faktoren waren ausschlaggebend für die Einstiegsbewertung?

Cantourage hat keinen klassischen IPO gewählt, sondern eine Börsenzulassung nach vertraulicher Privatplatzierung von Aktien bei ausgewählten Investoren. Wie kam der Kontakt zu diesen Investoren zustande?

Und wieso ein Börsengang und kein klassisches VC-Investment?

Im Sommer 2021 hattet aber auch Cantourage eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, mit Think.Health Ventures im Lead. Wie schwierig war es, einen europäischen Wagniskapitalgeber zu finden? Wie viel Vorbehalte existieren in der VC-Landschaft gegenüber Cannabis?

Und welche Besonderheiten gibt es für einen Cannabis-IPO? In England könnten gelistete Firmen Schwierigkeiten erhalten, im Genussmittelmarkt aktiv zu werden, weil sie sonst gegen die Richtlinien ihrer Handelsplätze verstoßen? Was ist in Deutschland für Cannabis-Firmen anders als für andere Firmen?

Werden Cannabis-Aktien denn ganz normal wie andere Aktien auch gehandelt – oder gibt es bestimmte Banken und Handelsplätze, die dies unterbinden?

Viele Gründer schreckt am Börsengang auch die damit verbundene Transparenzpflicht. Wie groß ist der damit verbundene Aufwand?

Im Sommer 2021 wurde einen Jahresumsatz von zehn Millionen Euro angestrebt. Wie hat sich der Umsatz entwickelt?

In Kanada und den USA erlebten wir 2018 einen richtigen Aktien-Hype, die Multiples gemessen an Umsatz und Gewinn schossen in absurde Höhen. Nun das Gegenteil. Selbst profitable Cannabis-Unternehmen klagen über extrem niedrige Multiples. Wie sieht die Situation in Europa aus: Hype oder Flaute?

Die VC-Märkte leiden extrem unter den makro-ökonomischen Bedingungen. Steigende Leitzinsen, die drohende Rezession. Wie schwierig ist für europäische Cannabis-Unternehmen aktuell die Kapitalbeschaffung?

Noch stehen große Fragezeichen dahinter, wann und wie Cannabis als Genussmittel in Deutschland legalisiert wird. Geht es beim Börsengang vorrangig um Flexibilität, um kurzfristig im Fall der Fälle und bei Bedarf Kapitalerhöhungen durchführen zu können?

Zwei Millionen Inhaberaktien oder rund 15 Prozent der Unternehmensanteile sollen im Streubesitz sein. Das heißt, das Gründerteam hält noch die Mehrheit?

Cantourage ist im Scale-Segment gelistet. Was bedeutet dies und welches Segment wird als nächstes angestrebt?

Wann erleben wir das erste Cannabis-Unternehmen im DAX.40?

Disclaimer: Redaktionelle Inhalte. Keine Investmentempfehlung.

Bildquellen

  • Podcast 2 Blogpost 2000×1500 (2): krautinvest / cantourage

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