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Erfahrungsbericht: Hanfernte mit dem HHH Hemp Harvester

by Redaktion

HHHarvester 700 in Aktion – der Praxis Härtetest und neue Einsatzgebiete

Seit unserem Interview mit Heinrich Wieker, Entwickler des HHHarvester, ist viel passiert: Die EIHA hat Henrys Maschine zum `Hanfprodukt des Jahres 2020´ gekürt. Weitere Bauern und Anbauer haben Wind vom Harvester bekommen. Und die Zeit für die Hanfernte ist inzwischen vorbei, die Felder sind eingefahren. Im letzten halben Jahr hat Henry mit seinem HHHarvester den Praxistest bestanden. Exklusiv auf krautinvest.de gibt uns Henry ein Update über die Hanfernten seit dem Sommer.

Henry’s Erfahrungsbericht und ein Update zum HHHarvester700

Station 1: Hanfernte in Luxemburg
Am 27. August 2020 bekam ich die erste Maschine von Eilhauer, unserem Maschinenbau-Partner, übergeben und habe sie direkt nach Luxemburg gebracht. Nach einem Tag der Inbetriebnahme lief die Maschine bereits wie gewünscht und zur vollen Zufriedenheit des Teams von Ourdaller hervorragend. Mein Kunde Ourdaller in Kalborn war absolut überzeugt, dass er nächstes Jahr auf seine Schar von Helfern verzichten kann und blickt nun zuversichtlich auf die Ernte des nächsten Jahres mit größeren Flächen und höherer Effektivität. Somit war aber auch die Feuertaufe des ersten Serienmodells in der Blütenernte im Industriehanf erfolgreich bestanden. Die Ernte in Luxemburg war im Grunde vorüber und so konnte ich die Maschine direkt zum nächsten Einsatz mitnehmen. 

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Die stolzen Hanfbauern von Ourdaller und der Erfinder Heinrich Wieker

Erfolgreiche Hanfernte in Oberfranken
Im Anschluss ging die Reise weiter zu Frankenwaldhanf und Uwe Gremer in Oberfranken, wo dringend Erntebedarf bei den Hanfblüten-Biomasse zur Extraktion bestand. Der Hanf musste schnell vom Feld und eine ausreichende Zahl von Helfern war nicht in Sicht. Die Verhältnisse waren dort deutlich schwieriger, denn im ökologischen Landbau ist mehr Unkraut zwischen den Pflanzen und der Hanf wächst an vielen Stellen auch weniger hoch. Die Lösung war am Ende sehr simpel: Da die Stängel bei ein Meter hohen Pflanzen sowieso keinen Wert haben, verzichteten wir auf den Mähbalken und legten ab dem Zeitpunkt ein hervorragendes Ernteergebnis der Blüten in einer erstaunlichen Geschwindigkeit hin. Zum Vergleich: Bisher brauchten 15 Leute zwei Tage, um die Trocknung einmal komplett zu füllen, mit dem Harvester schaffen dies zwei bis drei Leute in weniger als einem Tag. Die Ernte des Jahres konnte auch mit minimalem Personaleinsatz in kurzer Zeit zur vollen Zufriedenheit eingefahren werden. 

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Auch bei Frankwaldhanf in Oberfranken war die Ernte ein voller Erfolg.

Es gibt für alles eine Lösung – CBD-Blüten
Die zweite Maschine brachte ich Anfang Oktober in die Schweiz, um am CBD-Hanf an buschigen Pflanzen mit sehr viel mehr Blütenmasse zu testen. Auch hier gab es deutliche Anfangsschwierigkeiten, wir versuchten die Büsche beim fahren zu ernten, was aber wegen den dicken Strunken und den teilweise waagerecht abzweigenden Ästen einfach nicht geht. Wir haben dann einen teil-stationären Betrieb versucht, bei dem die Maschine auf dem Feld von einem vorgelegten Haufen von geschnittenen Büschen versetzt wird und ein bis zwei Arbeiter ganze Zweige abbrechen und in die Maschine legen während ein bis zwei die Körbe mit den Blüten abnehmen. Aarehanf hatte die neue Trocknung noch nie voll. Mit dem HHHarvester gab’s nach drei Tagen einen unerwarteten Tag frei für alle im Team, weil die Trocknung voll war! Für Peter Gasser von Aarehanf ein echter Gamechanger: Er kommt mit weniger Personal aus und bekommt noch über 1 ha mehr geerntet, der sonst verloren gegangen wäre.     

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Bei Aarehanf in der Schweiz war die Maschine im halbstationären Betrieb.

HHHarvester – unkompliziert und flexibel für kleine Bauernhöfe, spezialisierte Grower und Kooperativen
Die Einsatzfähigkeit hat sich dann auch herumgesprochen und die Firma CBD-Stoner aus Bern fragte nach einer Lösung. Das Problem war ähnlich: Höchste Zeit für die Ernte und zu wenig Helfer. Wir holten dann die Maschine aus dem Frankenwald ins Emmental und bekamen in einer Woche alles rein, was sonst auf dem Feld verrottet wäre. Da die Maschine universell für Nutzhanf und Blütenware nutzbar ist, muss sie (fast) nicht umgebaut werden.

Über Henry Wieker:
Henry ist 54, Elektroingenieur mit über 25 Jahren Berufserfahrung im Bereich Schaltschrank- und Anlagenplanung, SPS-Programmierung, Konfiguration von Prozessleitsystemen in der Automobil- Ernährungs- und Pharmaindustrie. Selbständig als Ingenieurdienstleister mit seiner Firma H8-Automation. Er ist Mitglied der EIHA, LEAP Deutschland, IHBA, DHV, Gründer und Vorsitzender des Cannabis Socialclub Hannover e.V. Er interessiert sich für Motorräder und Segelflugzeuge, hat 44 Marathons + Ultras beendet und lebt zusammen mit seinem Hund Freddy in Burgdorf bei Hannover.

Bildquellen

  • HHHarvester_Titel: Heinrich Wieker

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