Aktuelle Umfragen: Europäische und deutsche Bevölkerung unterstützt den legalen Cannabis-Verkauf

by Moritz Förster

Zwei aktuelle Umfragen kommen unabhängig voneinander sowohl auf europäischer als auch auf deutscher Ebene zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Bevölkerung unterstützt die legale Abgabe von Cannabis in Fachgeschäften. In einer repräsentativen Umfrage der Frankfurter Bloomwell Group kann sich etwa die Hälfte der 1.100 Befragten vorstellen, Cannabis legal im Fachgeschäft zu kaufen. In einer von Hanway Associates veröffentlichten Umfrage gaben 55 Prozent der 9043 befragten Erwachsenen in Europa an, den legalen Freizeitkonsum von Cannabis zu befürworten.

Laut des „Cannabis Barometer“ der Bloomwell Group können sich 40 Prozent der Befragten vorstellen, Cannabis künftig legal in einem Fachgeschäft zu erwerben. 18 Prozent seien noch unentschlossen. Damit komme laut Umfrage etwa die Hälfte aller Erwachsenen als Cannabis-Kundin oder Kunde eines Fachgeschäfts in Betracht – die Autoren gehen davon aus, dass sich die noch Unentschlossenen gleichmäßig verteilen. Einkommensunterschiede spielen laut Bloomwell dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Ein Cannabis-Verbot sehen die Befragten unterdessen kritisch: Lediglich 15 Prozent der Befragten hielten Cannabis demnach für so gefährlich, dass es verboten gehört, 17 Prozent halten das Cannabis-Verbot für das richtige Mittel, um Jugendschutz zu gewährleisten, und nur 10 Prozent seien dafür, den Besitz von geringen Mengen Cannabis zu bestrafen. Anders ausgedrückt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, hielten 80-90 Prozent das aktuelle Verbot für nicht mehr zeitgemäß.

„Legalisierung ist überfällig“

„Die Legalisierung ist – zumindest aus Sicht der Gesellschaft – überfällig. Wenn man die Ergebnisse unserer Umfrage auf einen einzigen Nenner herunterbrechen will, ist dies die Quintessenz“, lässt sich Niklas Kouparanis, CEO und Co-Founder der der Bloomwell Group, zitieren: „Zukünftige Fachgeschäfte dürfen mit reger Nachfrage rechnen.“

Weitere Ergebnisse der Umfrage lauten unter anderem: Die deutsche Bevölkerung sei heutzutage Cannabis gegenüber deutlich aufgeschlossener. 34 Prozent der Befragten geben demnach an, in den vergangenen fünf Jahren ihre Einstellung zum Positiven geändert zu haben, lediglich acht Prozent seien heutzutage Cannabis gegenüber skeptischer als noch vor fünf Jahren eingestellt. Und lediglich zwölf Prozent hielten den Konsum von Cannabis für gefährlicher als den von Alkohol. Mehr als dreimal so viele (40 Prozent) würde die gegensätzliche Auffassung vertreten und den Alkoholkonsum für gefährlicher als den Cannabiskonsum halten. Rund die Hälfte (49 Prozent) sehe keinen Unterschied. Lediglich jeder Fünfte äußere Bedenken, wenn Erwachsene gelegentlich Cannabis konsumieren.

Vorfreude auf Fachgeschäfte.

In Europa: deutliche Mehrheit begrüßt Freizeitkonsum

Fast zeitgleich kommen von Hanway Associates veröffentlichte Daten zu ähnlichen Ergebnissen auf europäischer Ebene. Von den 9043 befragten Erwachsenen würden 55 Prozent den legalen Freizeitkonsum von Cannabis befürworten, 20 Prozent seien indifferent und die restlichen 25 Prozent dagegen.

Darüber hinaus würden sich 48 Prozent regulierte Einzelhandelsverkaufsstellen für Marihuana wünschen, 35 Prozent den Eigenanbau befürworten und 32 Prozent soziale Clubs. Überraschenderweise stoße der Eigenanbau auf die größte Ablehnung: 41 Prozent würden ihn ablehnen ihn ab.

Antonio Costanzo, CEO von Curaleaf International, begrüßt in einer Mitteilung von Hanway die Ergebnisse: „Dieser Report verdeutlicht, dass die Mehrheit der Europäer dafür ist, dass Cannabis als Genussmittel verfügbar ist, und Erwachsene Zugang zu qualitativ hochwertigen und regulierten Produkten erhalten.“

Transparenzhinweis der Redaktion: Moritz Förster betreut auch die Kommunikation der Bloomwell Group. Dieser Text beruht auf bestem Wissen und Gewissen.

Bildquellen

  • bloomwell_barometer_final_4: Bloomwell
  • add-weed-h3PWUqxpP_0-unsplash: Unsplash

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