#CannaBiz: Die News im April 2026 – #111

by Redaktion

Die Ergebnisse des Ekocan-Zwischenberichts werden aus verschiedenen Blickwinkeln ins Auge gefasst. Der Tenor der ICBC wird aufgegriffen. Und regulatorische wie rechtliche Fragen rücken in den Mittelpunkt – unter anderem der Vorschlag, dass Kassen medizinische Cannabisblüten nicht länger erstatten. Der Pressespiegel für April.

CannaEvaluation:

Wie wirkt sich das CanG auf die Kriminalstatistiken aus? In Berlin sollen 208 Cannabis-Strafen nach der „Legalisierung“ aufgehoben worden sein (u.a. Tagesspiegel, Mitteldeutsche Zeitung). Die teils nicht haltbaren Behauptungen nach dem zweiten Ekocan-Zwischenbericht rufen Kritik hervor. rnd  fordert in einem Kommentar: „Stoppt die ideologische Blockadehaltung in der Cannabispolitik“. Und auf lto kritisiert Prof. Dr. Jörg Kinzig von der Universität Tübungen, zuständig für den rechtswissenschaftlichen Part in einem ausführlichen Interview: „Dobrindts Kritik an der Cannabis-Eva­lu­ie­rung ist völlig aus der Luft gegriffen“. Die SHZ titelt: „Cannabisgesetz: Warum dieser Bürokratie-Rausch nutzlos ist“. Das ZDF betont, dass Cannabis die Kriminalstatistik entspanne – sich der Rückgang der Cannabis bezogenen relevanten Fälle durch das CanG also in der Gesamtbilanz niederschlage. Statista verweist darauf, dass der Cannabis-Konsum bei Jugendlichen zuletzt rückläufig sei.

Unterstützung erhalten die Kritiker dagegen von drei Fachgesellschaften, die in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor den Folgen des Cannabis-Konsums warnen (u.a. DAZ, Deutsches Ärzteblatt). Das Deutsches Ärzteblatt verweist darauf, dass der Zwischenbericht eine Regulierung des Wirkstoffgehalts (THC) bei Medizinalcannabis empfiehlt. Der Merkur greift den Kritikpunkt auf, dass die Frühintervention bei Cannabis-Konsum empfindlich eingebrochen sei.

Auf der ICBC debattieren Führungskräfte und Expert:innen über aktuelle Marktentwicklungen und die Debatte um die Regulierung von Medizinalcannabis. Apotheke Adhoc resümiert: „Cannabisanbieter bleiben gechillt“.

#CannaPolitik

Nach dem BGH-Urteil erklärt Apotheke Adhoc, dass das DocMorris-Privileg für Cannabis-Plattformen nicht gelte – wieso das HWG bei Ärzten anders greifen solle als bei Apotheken. Allerdings legt Bloomwell noch vor Ende April Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil ein (Apotheke Adhoc, DAZ). Die DAZ erläutert die Folgen des BGH-Urteils für Plattformen.

Die Finanzkommission hat empfohlen, die Erstattung der Kassen für Selbstzahler zu streichen. Das Gesetz geht durchs Kabinett, aber der VCA warne vor den Folgen (Pharmazeutische Zeitung).

Wie Apotheke Adhoc berichtet, könnten Apotheken nach einem Urteil des LG Düsseldorf nach einer Klage der AKNR für DrAnsay haften (ebenfalls dazu: Pharmazeutische Zeitung).

Die Zeit, ntv, Merkur, FAZ berichten darüber, dass die US-Regierung den Zugang zu medizinischem Cannabis vereinfacht.

#CannaMedizin:

ARD (Wissen vor acht) berichtet über Cannabis im Alter.

Apotheke Adhoc greift einen Report von Bloomwell auf, laut dem Medizinal-Cannabisblüten Rx-Therapien ersetzen.

Springer Medizin berichtet über ein Cannabis-Extrakt bei chronischem Kreuzschmerz, das bei neuropathischen Schmerzen besonders wirksam sei.

Bild berichtet über ein Gerichtsurteil, dass eine private Krankenkasse verpflichtet die Cannabis-Therapie eines Versicherten zu zahlen.

#CannaWirtschaft:

Apotheke Adhoc berichtet, dass Curaleaf Four20 vollständig übernehmen wolle.

Apotheke Adhoc und DAZ berichten über den Start von Catharos durch eine Kooperation von IhreApotheke mit Canify.

Deutschlandfunk sendet nach der ICBC einen Beitrag zum Geschäftsfeld Cannabis. Die DAZ verweist in einem Interview mit Julian Wichmann darauf, dass die Abgabe von Cannabis ist für viele Apotheken ein Rettungsanker sei. In einem weiteren Interview mit der DAZ betont Alex Rogers (ICBC), dass Deutschland der größte Medizinalcannabis-Markt der Welt sei. Die Pharmazeutische Zeitung stellt nach der ICBC fest, dass Medizinalcannabis zwischen Regulierung und Marktaufbau stehe.

Auf 4investors betont Cantourage-Vorstand Philip Schetter in einem Interview: „Unser Erfolg ist kein Zufall“.

Unterdessen fragt die WiWo, ob Cannabis-Aktien zu hoch geflogen seien?

#CannaSonstiges:

Apotheke Adhoc berichtet über eine Apotheke, aus der mehrere Kilo Cannabis gestohlen wurden.

SRF fragt, ob das Modell der Cannabis-Legalisierung in der Schweiz top oder flop sei?

#CannaClubs

Laut Zeit gebe es mehr als 400 Cannabisvereine in Deutschland. Cannabis-Legalisierung: Sechs Clubs seien in Mecklenburg-Vorpommern etabliert (NDR). In Rheinland-Pfalz gebe es 30 legale und aktive Clubs im ganzen Land (SWR, Die Welt). In Sachsen seien 25 genehmigt (ntv). In Nordrhein-Westfalen seien am meisten genehmigt (WAZ). Die Thüringer Allgemeine erläutert, warum es in Thüringen nur sechs Anbauvereine gebe. Auf RND ärgert sich ein Gründer eines Brandenburger Clubs über die Behörden: „Es wird mit allen Mitteln versucht, uns zu sabotieren“.

In Mannheim sorge eine Cannabis-Plantage für Diskussion (Mannheimer Morgen).

Cannabis-Anbauvereine gebe es vor allem im Norden (Pharmazeutische Zeitung).

Die Grünen verweisen darauf, dass Cannabis-Anbauvereine den Schwarzmarkt eindämmen würden (Die Welt). Allerdings würden diese sich laut mdr gegängelt fühlen.

In Köln stehe ein Club laut WDR vor der Ernte.

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