TONNEX baut pharmazeutische Lieferkette für Medizinalcannabis aus Thailand auf

by Co-Editor

Unternehmen prüft Produzenten vor Ort und etabliert systematische Qualifizierung für die Belieferung des deutschen Marktes

(Anzeige) Thailand entwickelt sich zu einem relevanten Herkunftsmarkt für medizinisches Cannabis. Mit der stärkeren regulatorischen Ausrichtung auf die medizinische Nutzung steigen zugleich die Anforderungen an Produzenten, Qualitätssysteme und Lieferketten.

Die Geschäftsführer und Gründer Christian Tonn und Alexander Stenzel verfügen über langjährige Erfahrung im Handel zwischen Asien und Europa. Alexander Stenzel ist darüber hinaus seit rund 20 Jahren mit eigenen Investments und unternehmerischen Aktivitäten in Asien engagiert.

In den vergangenen Monaten und auf mehreren Reisen hat das TONNEX-Team fast 100 Produktionsstätten in Thailand besichtigt. Acht ausgewählte Betriebe wurden durch eine Qualified Person (QP) auditiert. Ziel ist es, geeignete Produzenten für den Aufbau pharmazeutischer Lieferketten nach Deutschland zu identifizieren und zu qualifizieren.

„Für uns beginnt eine belastbare Lieferkette nicht mit dem Einkauf einer einzelnen Charge, sondern mit der systematischen Bewertung des Produzenten“, sagt Christian Tonn. „Entscheidend sind reproduzierbare Qualität, stabile Prozesse, vollständige Dokumentation und die Fähigkeit, vereinbarte Mengen dauerhaft zuverlässig zu liefern.“

Produzentenqualifizierung vor Ort

TONNEX beschäftigt zwei Mitarbeiter in Thailand. Sie begleiten die Produzenten vor Ort, unterstützen Audits und stellen die kontinuierliche Abstimmung mit den pharmazeutisch Verantwortlichen in Deutschland sicher.

Die Auswahl geeigneter Produzenten erfolgt unter anderem anhand von Produktionsbedingungen, Qualitätsmanagement, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit, Produktionskapazität und Lieferfähigkeit.

„Wir haben in Thailand sehr unterschiedliche Produktionsniveaus vorgefunden“, erklärt Alexander Stenzel. „Es gibt Produzenten, die technisch und organisatorisch interessante Voraussetzungen für internationale pharmazeutische Lieferketten mitbringen. Entscheidend ist für uns aber die nachweisbare und dauerhaft reproduzierbare Leistungsfähigkeit eines einzelnen Betriebs.“

Deutschland als wichtiger Absatzmarkt

Deutschland zählt zu den bedeutenden internationalen Märkten für medizinisches Cannabis. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurden 2025 rund 205,2 Tonnen Cannabis nach Deutschland importiert.

Für das erste Quartal 2026 wurden die zunächst veröffentlichten Importzahlen vom BfArM auf rund 67,6 Tonnen korrigiert. Damit erreichten die Importe nach aktuellem Datenstand einen neuen Quartalshöchststand.

Thailand spielt als Herkunftsland für den deutschen Markt bislang eine vergleichsweise geringe Rolle. TONNEX sieht hier Potenzial, sofern Produzenten die erforderlichen pharmazeutischen, qualitativen und regulatorischen Anforderungen erfüllen.

„Der deutsche Markt bietet für geeignete internationale Produzenten interessante Perspektiven. Unsere Aufgabe sehen wir darin, aus geeigneten Produzenten belastbare und langfristig funktionierende Partnerschaften innerhalb einer kontrollierten Lieferkette zu entwickeln“, sagt Alexander Stenzel.

Thailand: steigende Anforderungen

Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Cannabis in Thailand haben sich seit 2022 deutlich verändert. Seit 2025 steht die medizinische Nutzung stärker im Mittelpunkt. Für internationale pharmazeutische Lieferketten gewinnen damit nachvollziehbare Qualitäts- und Dokumentationssysteme sowie belastbare Produktionsprozesse an Bedeutung.

TONNEX setzt auf die direkte Zusammenarbeit mit ausgewählten Produzenten und eine früh ansetzende Qualitätskontrolle. Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sollen bereits auf Produzentenebene berücksichtigt werden.

Von Thailand nach Schwerin

Die Qualifizierung eines Produzenten ist für TONNEX nur der erste Schritt. Cannabisblüten aus internationalen Herkunftsmärkten müssen anschließend in eine pharmazeutische Liefer- und Verarbeitungskette eingebunden werden, die den Anforderungen des deutschen und europäischen Arzneimittelmarktes entspricht.

Am Standort Schwerin verfügt TONNEX über eine EU-GMP-zertifizierte Produktionsstätte. Dort verbindet das Unternehmen Herstellung und Verarbeitung mit Qualitätskontrolle, qualifizierter Analytik und QP-Chargenfreigabe. Ergänzt wird die pharmazeutische Infrastruktur durch GDP-konforme Logistik und Distribution.

Damit verfolgt TONNEX das Ziel einer durchgängig kontrollierten und rückverfolgbaren Lieferkette – von der Auswahl und Bewertung des Produzenten in Thailand bis zur pharmazeutischen Verarbeitung und Distribution in Deutschland.

„Wir wollen nicht lediglich Produzenten vermitteln“, sagt Christian Tonn. „Unser Anspruch ist es, eine pharmazeutische Lieferkette aufzubauen, bei der Qualität, Verantwortlichkeiten und Prozesse entlang der gesamten Kette klar definiert sind.“

Langfristige Partnerschaften 

TONNEX arbeitet in Thailand mit ausgewählten Partnern an langfristigen Produktionspartnerschaften. Im Mittelpunkt stehen stabile Produktionsprozesse, reproduzierbare Produktqualität, ausreichende Kapazitäten und verlässliche Lieferfähigkeit.

„Für uns muss ein Partner drei Dinge miteinander verbinden: hohe Produktqualität, verlässliche Prozesse und wirtschaftlich tragfähige Produktionsbedingungen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann daraus eine langfristige Zusammenarbeit entstehen“, sagt Alexander Stenzel.

TONNEX auf der expopharm 2026

Auf der expopharm 2026 stellt TONNEX sein internationales Beschaffungs- und Qualitätsmodell erstmals einem breiteren Fachpublikum vor. 15.–17. September 2026 | Messe München | Halle A3 · Stand B15.

Über TONNEX

Die TONNEX GmbH mit Sitz in Schwerin ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Fokus auf Medizinalcannabis. TONNEX verbindet internationale Produzentenqualifizierung und Beschaffung mit den in Deutschland aufgebauten pharmazeutischen Herstellungs- und Großhandelsstrukturen.

Das Unternehmen baut derzeit Lieferketten für Medizinalcannabis aus internationalen Herkunftsmärkten auf. Ziel ist es, qualifizierte Produzenten regulatorisch und pharmazeutisch in den deutschen und europäischen Markt einzubinden.

TONNEX verfügt über eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG sowie eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG.

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