Sascha Mielcarek im Update zu Canify: „Börsengang nach wie vor geplant“

by Redaktion

Canify steht gemeinsam mit Ihre Apotheke vor dem Start von Catharos. Das Ziel: Die lokale vor-Ort Versorgung der Patient:innen mit Medizinalcannabis in deutschen Apotheken zu verbessern. Dafür soll über Catharos die bestehende Infrastruktur und das Netzwerk von von Ihre Apotheke mit 7.500 Apotheken genutzt werden. Zudem hat Canfiy verkündet, dass sich das Unternhemen mit MG Health, einem GMP-zertifizierten Produzenten aus Lesotho, zusammenschließen will. Noch ist es etwas Zukunftsmusik: Der Startschuss von Catharos soll in diesem Jahr erfolgen, für den abschließenden Merger mit MG Health müssen noch vertragliche Details geklärt werden. Ein Blick mit Canify-Geschäftsführer Sascha Mielcarek auf den aktuellen Stand und die Zukunftspläne.

krautinvest.de: Ihr sprecht von 7.500 Apotheken aus dem Ihre-Apotheke-Netzwerk. Wie viele davon werden denn realistischerweise zum Start von Catharos an die Plattform angebunden sein?

Sascha Mielcarek: Wir bekommen von vielen Apotheken die Rückmeldung, dass sie gerne ins Cannabis-Geschäft einsteigen würden, aber den Aufwand scheuen. Mit Catharos rufen wir eine Plattform ins Leben, die den Einstieg erheblich vereinfacht. Zudem können wir die Infrastruktur von ihreApotheke nutzen. Die Nachfrage auf der einen Seite und die niederschwellige technische Lösung auf der anderen Seite veranlasst uns, zum Start von Catharos von einer deutlich vierstelligen Zahl an Apotheken auszugehen.

Disclaimer: Keine Investmentempfehlung. Dieser Artikel ist Teil einer Medienpartnerschaft mit der Cannabis Europa. Unsere Leser:innen erhalten mit dem Code CE10_KRAUTINVEST 10 % Rabatt für die Cannabis Europa am 26. und 27. Mai 2026 in London. Sascha Mielcarek wird am 27. Mai in einem Panel mit Kristine Lütke, Dirk Heitepriem, Niels Lutzhöft und Moritz Forster um 10:10 Uhr über folgendes Thema diskutieren: „Telemedicine in Germany: Maturity, Regulation and What Comes Next“.

krautinvest.de: In einer Mitteilung versprecht ihr einen einfachen Marktzugang für Apotheken und Hersteller über Catharos. Heißt dies, es beliefert also nicht nur Canify die angebundenen 7.500 Apotheken, sondern auch weitere lizenzierte Großhändler?

Sascha Mielcarek: Ja, genau. Catharos ist nicht als Vertriebskanal für Canify-Produkte konzipiert: Auch andere Hersteller sind eingeladen, ihre Produkte bei Catharos zu platzieren und von einem strukturierten Marktzugang innerhalb eines regulierten Systems zu profitieren. Die Plattform vermittelt verfügbare, gesetzeskonforme Cannabis-Arzneimittel innerhalb bestehender pharmazeutischer Versorgungsstrukturen. Die Abgabe an Patienten erfolgt dabei ausschließlich über die Apotheken und deren Distributionswege. Die technische Reichweite und Anschlussfähigkeit an dieses Netzwerk ist von Beginn an gegeben. Catharos ist ausdrücklich als apothekenzentrierter Vor-Ort-Marktplatz gebaut. Mit Catharos schaffen wir keine weitere isolierte Plattform, sondern eine Infrastruktur, die Apothekennetzwerke, Herstellerlandschaft und Patientenversorgung sinnvoll zusammenführt.

krautinvest.de: Der Fokus liegt auf der „Vor Ort Apotheke“ – versenden die angebundenen Apotheke über Catharos trotzdem oder muss man als Patient tatsächlich persönlich in der Apotheke erscheinen, auch wenn das Versandverbot voraussichtlich in dieser Form nicht kommen wird?

Sascha Mielcarek: Die Abgabe erfolgt ausschließlich über die Apotheke vor Ort, gleichzeitig profitieren Patienten von den jeweiligen Distributionswegen dieser Apotheken. Das bedeutet: Solange bestehende gesetzliche Rahmenbedingungen Versand oder digitale Vorbestellung erlauben, können Apotheken diese im Rahmen ihrer regulatorisch zulässigen Prozesse nutzen. Catharos selbst ist keine Versandplattform, sondern eine Vermittlungs- und Infrastrukturplattform. Dadurch ist das Modell auch bei möglichen regulatorischen Anpassungen, etwa bei Einschränkungen des Versands, grundsätzlich anpassungsfähig, da der Kern immer die lokale Apotheke als Versorgungsinstanz bleibt.

krautinvest.de: Ein anderes Thema: Canify hat mit MG Health fusioniert. Wie ist dort der Stand der Zusammenarbeit?

Sascha Mielcarek: Der derzeitige Stand basiert auf dem veröffentlichten Memorandum of Understanding (MoU), das die strategische Grundlage für den geplanten Zusammenschluss von Canify und MG Health bildet. Beide Unternehmen arbeiten intensiv an den nächsten Schritten, allerdings sind zentrale Details der finalen vertraglichen Struktur aktuell noch nicht Gegenstand öffentlicher Kommunikation. Wir verstehen diesen Merger als Zusammenschluss auf Augenhöhe, die nicht nur wirtschaftlich perfekt, sondern auch in ihrem Anspruch an Qualität und langfristiger Vision zusammenpassen. Canify und MG Health bringen unterschiedliche, aber sich ideal ergänzende Stärken mit. Und genau das ist die Grundlage für gemeinsames Wachstum.

krautinvest.de: Nun ist Deutschland der mit Abstand größte Markt für Medizinalcannabis in Europa. Immer mehr Unternehmen werfen aber einen Blick auf andere europäische Länder, gerade auf Großbritannien oder Polen, wie spannend sind diese Länder für euch?

Sascha Mielcarek: Canify ist aktuell stark im deutschen Markt für medizinisches Cannabis positioniert und baut seine internationale Präsenz kontinuierlich aus. Mit der geplanten Fusion mit MG Health werden zusätzliche Märkte wie zum Beispiel Polen, UK und Australien erschlossen. Zudem werden die eigenen globalen Lieferketten, die sich über insgesamt neun Länder erstreckt, durch die Produktion in Lesotho weiter gestärkt.

krautinvest.de: Sind die Aktivitäten bereits im Vorfeld eines möglichen Börsengangs zu betrachten?

Sascha Mielcarek: Die Aktivitäten der Canify sorgen absehbar für eine höhere Unternehmensbewertung, was dem nach wie vor geplanten Börsengang dienlich sein kann. Im Moment bieten wir die Möglichkeit, sich schon vor dem IPO an der Canify AG zu beteiligen. Wichtig dabei: Das eingesammelte Geld dient nicht der Finanzierung des operativen Geschäfts – wir sind seit etwa eineinhalb Jahren profitabel -, sondern in die Finanzierung des Ausbaus unserer Produktionsstätte und in die Entwicklung innovativer Darreichungsformen von medizinischem Cannabis.

Disclaimer: Keine Investmentempfehlung. Dieser Artikel ist Teil einer Medienpartnerschaft mit der Cannabis Europa. Unsere Leser:innen erhalten mit dem Code CE10_KRAUTINVEST 10 % Rabatt für die Cannabis Europa am 26. und 27. Mai 2026 in London. Sascha Mielcarek wird am 27. Mai in einem Panel mit Kristine Lütke, Dirk Heitepriem, Niels Lutzhöft und Moritz Forster um 10:10 Uhr über folgendes Thema diskutieren: „Telemedicine in Germany: Maturity, Regulation and What Comes Next“.

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