#CannaBiz: Die News im September 2026 – #116

by Redaktion

Anfang September berichteten Bild und die Pharmazeutische Zeitung über die Marktzulassung von Exilby. Der Vorrang von Fertigarzneimittel sorgte öffentlich im September für reichlich Kritik. Schließlich lenkte die Bundesregierung ein und stellte Extrakte bei der No-Label-Verordnung der Off-Label-Verordnung von Cannabis-Fertigarzneimitteln gleich. Die wichtigsten News im September.

#CannaPolitik

Eine Rede mit deutlicher Kritik von Gesundheitsminister Carsten Linnemann auf dem Deutschen Apothekertag an der Cannabis-Telemedizin sorgte für Unruhe in der Branche. Linnemann deutete die zu erwartenden hohen Importmengen als „Missbrauch“ von Medizinalcannabis. 2026 erwartet das BMG 300 Tonnen Importe nach Deutschland. Er forderte die Novelle des MedCanG, die noch seine Vorgängerin Nina Warken im Sommer 2025 initiiert hatte, wieder anzustoßen. (Pharmazeutische Zeitung, Web.de, Apotheken Umschau, Deutsches Ärzteblatt, Apotheke Adhoc). Die Stuttgarter Nachrichten blicken in einem Kommentar auf das Gesetzgebungsverfahren im Bereich Medizinalcannabis.

NDR berichtet nach der Teillegalisierung von mehr Anrufen im Giftnotruf wegen Cannabis. Die Welt und Nordkurier von steigenden Aufnahmen in Krankenhäusern.

Die DAZ diskutiert kritisch die Entwicklung des Cannabis-Schwarzmarktes seit der Legalisierung – insbesondere auf der Daten, die Ekocan im zweiten Zwischenbericht präsentiert hat.

Das Ärzteblatt berichtet über Rechtsklarheit bei der Cannabis-Erstverordnungen. Ein Fertigarzneimittel müsse zu Lasten der GKV nur im Falle der zugelassenen Indikation vorrangig verordnet werden. Anfang September hatten auf Markt und Mittelstand unter anderem Christiane Neubaur, der Professor und Arzt Sven Gottschling oder Tino Haack, Geschäftsführer von Four 20 Pharma vor den Folgen des Erstattungs-Aus für Medizinalcannabisblüten gewarnt. In der DAZ erklärt Canify-CEO Sascha Mielcarek, dass inhalative Extrakte die nun entstandene Lücke bei Medizinalcannabis schließen könnten.

Zuvor hatte der Spiegel kritisch berichtet und nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen gefragt, ob die Regierung Kontakte zum Hersteller eines Cannabis-Schmerzmittels verschwiegen habe.

Anfang September hatten Bild und die Pharmazeutische Zeitung über das erste Cannabis-Fertigarzneimittel bei Rückenschmerzen berichtet. Der NDR diskutierte differenziert: „Cannabis gegen chronische Rückenschmerzen: Hoffnung oder Hype?“ Tara 24 berichtete bereits, dass Exilby auch nach Österreich kommen soll.

Laut Augsburger Allgemeine fordert Markus Söder eine Cannabis-Steuer.

Unter anderem SWP berichtet, dass Cannabis-Verkehrsunfälle in die amtliche Statistik kommen.

#CannaWirtschaft

Die WiWo diskutiert kritisch, was hinter dem Importboom von Cannabis stecke. Im ersten Quartal 2026 seien rund 80 Prozent mehr medizinische Cannabisblüteneingführt worden als im Vorjahresquartal. Unter dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) würden sich nun schärfere Regeln andeuten. Jakob Manthey vom Expertenverbund EKOCAN halte medizinische Cannabis wahrscheinlich inzwischen für die wichtigste Bezugsquelle in Deutschland.

Laut Apotheke Adhoc verliert Cantourage seinen CEO. Philip Schetter habe dem Aufsichtsrat seinen Wunsch mitgeteilt, aus persönlichen Gründen vor dem planmäßigen Ende seiner gegenwärtigen Bestellung aus dem Vorstand der Gesellschaft auszuscheiden. Schetter werde sein Amt als Vorstandsvorsitzender bis zur Bestellung eines Nachfolgers weiterhin voll ausüben und die Übergabe des Mandats an einen Nachfolger bestmöglich unterstützen, heißt es.

#CannaMedizin

Wie die DAZ berichtet, ist die AKNR beim Landgericht (LG) Düsseldorf erfolgreich gegen Anbieter von THC-haltigen Vape-Kartuschen vorgegangen. THC-Kartuschen für Vapes seien laut Urteil zulassungspflichtige Fertigarzneimittel.

Wie Apotheke Adhoc berichtet, bekommt ein Patient vorerst weiter Cannabisblüten auf Kosten seiner Krankenkasse. Sein Widerspruch habe laut einer Eilentscheidung aufschiebende Wirkung – auch weil die Kasse einen formalen Fehler gemacht habe.

Die Pharmazeutische Zeitung berichtet über das neue Positionspapier „Qualitätskontrolle und Chargenzertifizierung von medizinischen Cannabisblüten zur Abgabe in Apotheken in Deutschland“, herausgegeben von der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) hat. Die Trocknung sei laut Positionspapier der entscheidende Schritt für Qualität.

Laut Apotheke Adhoc weist ein Sozialgericht eine Patientenklage ab. Der Versicherte hatte auf eine Weiterführung seiner Kostenübernahme für medizinische Cannabisblüten geklagt.

Julian Wichmann, Mitgründer und Geschäftsführer von Bloomwell, bezieht in der Frankfurter Rundschau Stellung zu den Missbrauchs-Vorwürfen von Medizinalcannabis aus der Politik.

Jan Rasmus Ludwig diskutiert auf der Expopharm, ob über Onlineplattformen ausgestellte Rezepte gültig seien. Die Pharmazeutische Zeitung berichtet.

#CannaClubs

Das Hamburger Abendblatt berichtet über neue Cannabis-Clubs in Hamburg: In Hamburg-Mitte (6), gefolgt von Altona (5) gebe es die meisten.

BNN berichtet über den Cannabis-Verein Ettlingen . Er habe 114 Mitglieder, aber kaum Vereinsleben. Diese kritisierten die gesetzliche Vorgaben, die gemeinsames Vereinsleben erschwerten.

Die Mainpost berichtet, dass immer noch kein Cannabis-Klubs in Bayern Gras anbaue, aber einer schon welches ausgebe.

OM Online berichtet über Cloppenburgs Cannabis-Club. Sie stecken demnach zwisch Wachstum und Bürokratie.

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