Cannabis in Tschechien: Weiter alle Szenarien denkbar

by Moritz Förster

In Tschechien ist das Gesetzgebungsverfahren für eine neue Cannabis-Regulierung in vollem Gange. Doch anders als Anfang des Jahres spekuliert, scheint weiterhin unklar, welchen Weg Tschechien einschlagen wird. Von entkriminalisiertem Home Grow über Cannabis Clubs oder Pilotprojekte bis zur legalen Wertschöpfungskette diskutieren die politischen Entscheider derzeit unterschiedliche Szenarien. Ausgang offen. Dies geht aus einer e-Mail hervor, in denen der Drogenbeauftragte Jindřich Vobořil auf eine krautinvest.de-Anfrage reagiert hat.

Vobořil weist daraufhin, dass eine finale Entscheidung immer noch ausstehe und alle Optionen denkbar seien. Der entkriminalisierte Home-Grow einiger weniger Pflanzen, das Club-Modell und die vollumfänglich legalisierte Wertschöpfungskette von Cannabis als Genussmittel schließen sich demnach nicht gegenseitig aus. Auch eine Kombination der verschiedenen Ansätze sei weiter denkbar.

Werden Cannabis-Clubs erlaubt, deutet Vobořil an, dass diese sich am deutschen Gesetz orientieren würden. Eine Lizenzierung der Clubs durch eine Behörde der Regierung sei in diesem Fall erforderlich. Gleiches gelte für eine mögliche Abgabe in Fachgeschäften. Anfang des Jahres kursierten Gerüchte, dass diese bereits gänzlich vom Tisch sei. Dem scheint aber Stand heute nicht so zu sein.

Im Falle der Pilotprojekte stehe aktuell ein recht grundsätzlicher Rechtsrahmen zur Debatte, der einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte ermöglichen könne – eine Bewilligung durch die Abteilung für Gesundheit vorausgesetzt.

Und für medizinisches Cannabis solle die Verschreibung deutlich vereinfacht und mehr Patienten der Zugang ermöglicht werden.

Im Podcast krautgeplauder hatten wir bereits einen tiefergehenden Blick auf das Gesetzgebungsverfahren geworfen.

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