Im ersten Quartal 2026 wurde mit 50,5 Tonnen erstmals seit zwei Jahren etwas weniger Cannabis für medizinische und wissenschaftliche Zwecke nach Deutschland importiert als im vorherigen Quartal. Dies geht aus aktuellen Zahlen des BfArM hervor.
Im dritten Quartal 2025 lag die Menge bei etwa 59,1 Tonnen, im vierten Quartal bei etwa 60,8 Tonnen. Insgesamt wurden im letzten Jahr etwas mehr als 200 Tonnen nach Deutschland importiert. Wie viel davon in deutschen Apotheken landet ist nicht bekannt. Exportiert wird lediglich ein geringer Teil. 2025 in der Summe etwa 6,4 Tonnen und im ersten Quartal 2026 rund 1,5 Tonnen.
Seit Anfang 2024 war die Importmenge von Cannabis in Deutschland von Quartal zu Quartal angestiegen. Im ersten Quartal 2024 lag sie noch bei 8,1 Tonnen. Mit 50,5 Tonnen liegt das erste Quartal 2026 etwas über dem zweiten Quartal 2025 und entspricht in etwa dem Durchschnittswert aus dem Vorjahr.
Mehr als 50 Prozent des importierten Cannabis, 26,8 Tonnen, stammen aus Kanada. Dänemark legte mit 3,3 Tonnen im Vergleich zum Durchschnitt des letzten Jahre etwas zu. Nordmazedonien lag mit 1,7 Tonnen etwas unter dem Durchschnitt von 2025. Portugal ist mit 10,3 Tonnen weiterhin die zweitwichtigste Bezugsquelle, der Wert lag aber ebenfalls unter dem Schnitt des Vorjahres. Dagegen legte Tschechien mit nun etwa zwei Tonnen verglichen mit dem Schnitt von 2025 deutlich zu.

