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Cannabiz: Die News im September

by Moritz Förster

Luxemburg macht eine halbe Rolle rückwärts bei der Cannabis-Legalisierung. Clever Leaves importiert aus Kolumbien. Stada will in Cannabis investieren. Cannovums Pia Marten im Interview mit Börse Online. Und in der Schweiz sorgt die Pure Holding für Furore. Die News im September.

#CannaMedizin

Nach Nürnberg und München werde in Regensburg am Mittwoch das bayernweit dritte ärztliche Cannabis-Therapiezentrum eröffnet. Laut der Anbieter-Firma Algea Care seien die behandelnden Ärzte auf eine Therapie mit Cannabinoiden spezialisiert. (BR)

In Deutschland sei ärztlich verschriebenes medizinisches Cannabis weitgehend akzeptiert, wie eine Umfrage des Statista Global Consumer Survey zeige. Demnach würden sich 38 Prozent der Befragten damit behandeln lassen. Ebenso viele würden es für eine gute Alternative zu traditionellen medizinischen Produkten halten. Der Stern präsentiert die Ergebnisse der Umfrage. (Stern)

Der Markt für medizinisches Cannabis werde immer bunter. Clever Leaves habe nun einen Coup gelandet: Der Hersteller importiere künftig nicht nur aus Portugal, sondern auch aus Kolumbien. Das Go dafür habe das Unternehmen vom kolumbianischen Präsidenten persönlich erhalten. (Apotheke Adhoc)

Neuraxpharm hole einen neuen Mann für das Cannabis-Geschäft: Philipp Pohoralek, der zuvor für den Generikahersteller Viatris Geschäftsfelder aufgebaut habe, werde bei Neuraxpharm zum Commercial Central Region Officer und Country Manager für Deutschland. (Börsen Zeitung)

Warum Stada in den Arzneimarkt mit Cannabis investiert? Anders Fogstrup, Geschäftsführer von Stadapharm, spricht im Interview über Chancen und Hürden auf dem Markt für medizinisches Cannabis. (Absatzwirtschaft)

Gemeinsam mit Marius Koose habe Pia Marten 2019 die Cannovum AG gegründet und im Mai 2021 an die Börse gebracht. Im Interview mit Börse Online verraten sie, wie sie als Großhändler, Importeur und Hersteller von Medizinalcannabis den Markt verändern wolle und wie das Unternehmen von der Kooperation mit Aurora Cannabis profitiere. (Börse Online)

Seitdem Cannabis-Rezepturen nach der Anlage 10 der Hilfstaxe berechnet werden müssten, komme es immer wieder zu Hürden bei der Preisbildung. Staffel- und Einkaufspreise müssten ebenso berücksichtigt werden, wie eine wirtschaftliche Abgabe. Bei der Taxierung müsse die Apotheke beachten, um welchen Kostenträger es sich handele – die Rechnung variiere bei GKV und Privatpatient:innen. (Apotheke Adhoc)

Einer von fünf Menschen leide an chronischem Schmerz. Neben physischen und emotionalen Beeinträchtigungen führe dieser auch zu einer reduzierten Lebensqualität und hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Inwiefern oral oder topisch an­gewandter Cannabis und Cannabinoide Abhilfe verschaffen könnten, sei vor Kurzem in einer Metaanalyse untersucht worden. (DAZ)

#CannaMarkt

Geschäftsleute aus Südafrika, Spanien, Uruguay, Italien, Deutschland und der Schweiz hätten sich am Wochenende zu Europas größter Hanfmesse in Zürich-Oerlikon getroffen. Ein Unternehmen steche ganz besonders heraus. Der Star der CB Expo sei die Schweizer Pure Holding AG. Tabakersatzprodukte mit dem zulässigen THC-Wert bis zu einem Prozent, Kosmetika und CBD-Öle würden zur Produktpalette gehören. Das Unternehmen sei rasch gewachsen – schnell sei von der Produktion und der Weiterverarbeitung des Cannabis auch auf die Erforschung der Pflanze ausgeweitet worden. (Blick)

Cannabis-Markt im Aufbruch. Als Lars Müller 2015 sein Startup Solidmind gründete, hatte er die Vision, in den Bereichen Gesundheit und Ernährung etwas zu bewegen. Dass er kurze Zeit später CEO eines Unternehmens mit dem Schwerpunktthema Cannabis bzw. CBD sein würde, war damals noch nicht absehbar. Heute führt er erfolgreich SynBiotic SE, ein Plattformunternehmen, an dessen Spitze er im Jahr 2020 kam. (VC Magazin)

Investor und Mehrfach-Gründer Christian Angermeyer werde Hauptaktionär bei Synbiotic. Er habe mit seinem auf Malta ansässigen Family Office Apeiron Investment Group alle Anteile der Schweizer Investmenholding Social Chain an Synbiotic übernommen. (Börsen-Zeitung)


Der BR wirft einen Blick auf den Cannabis-Markt: Cannabis gelte längst als innovativer Markt mit großem Potential. 2020 habe der Umsatz der legalen Cannabiswirtschaft weltweit bei 21 Milliarden US-Dollar gelegen. Branchen-Experten würden allein in Deutschland mit jährlichen Wachstumsraten von gut 30 Prozent rechnen. Auch in der Bio-Landwirtschaft werde immer häufiger Nutzhanf angebaut. Sogenannte CBD-Produkte seien sehr gefragt. 1,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr würden allein in Deutschland gemacht, schätzt der Branchenverband.

Nachdem das Unternehmen Cantourage bereits eine medizinische Cannabissorte aus Jamaika in deutsche Apotheken gebracht habe, solle nun eine weitere Sorte namens HummingBud importiert werden. Zusammen mit Cannim wolle Cantourage die Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen in Deutschland erweitern und bringe dafür eine neue Sorte auf den Markt. (Hanf Magazin)

OP-Online stellt Linus Weber und Nimbus Health vor.

#CannaLegalisierung

In einer groß angelegten Studie will die Stadt Zürich die Auswirkungen eines regulierten Cannabis-Verkaufs erforschen. Interessierte dürfen sich ab Herbst 2022 legal mit Gras eindecken. (NZZ)

RND analysiert den Status Quo der weltweiten Cannabis-Legalisierung. Zwei Staaten hätten Cannabis bereits vollständig freigegeben (Uruguay und Kanada). Mehrere andere seien auf dem Weg dorthin. Die Gründe seien fast überall gleich: die Hoffnung auf Steuer­einnahmen und die Austrocknung des Schwarzmarkts.

Die geplante Legalisierung des Cannabis-Verkaufs in Luxemburg sei vorerst abgeblasen. Die Regierung wolle nur den Anbau von Cannabis für den privaten Konsum in kleinen Mengen erlauben. Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) habe in einem Interview mit dem Sender auf juristische Hürden im europäischen Rechtsrahmen verwiesen, die einer vollständigen Legalisierung im Wege stünden. (Luxemburger Wort)

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