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#CannaBiz – die News im Juli – der Pressespiegel

by Redaktion

Vertanical läutet den Endspurt für sein Fertigarzneimittel auf Cannabis-Basis ein. Apotheker befürworten eine Legalisierung. Demecan feiert Richtfest. Cansativa startet den Vertrieb für das BfArM. Die wichtigsten News im Juli.

#CannaMarkt

Das Münchener Start-up Vertanical habe die weltweit größte klinische Studie für die Zulassung eines Fertigarzneimittels auf Cannabis-Basis gestartet. Damit sollten künftig Patienten behandelt werden, die als austherapiert gelten – und dennoch chronische Schmerzen hätten. VER-01 laute aktuell der Arbeitstitel für das dafür entwickelte Medikament der Futrue-Tochtergesellschaft Vertanical. (Die Welt)

Der deutsche Pharmahändler Cannovum habe einen Liefervertrag mit dem kanadischen Cannabis-Hersteller Aurora Cannabis abgeschlossen. Gemäß dieser Vereinbarung werde Cannovum mit Sitz in Berlin “die gesamte Palette der medizinischen Cannabisprodukte von Aurora an Apotheken in ganz Deutschland vertreiben”. (Börse Online)

Laut Apotheken Umschau können Apotheken ab sofort über das Portal www.cannabisagentur.de medizinisches Cannabis in pharmazeutischer Arzneimittelqualität zur Versorgung von Patienten vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beziehen. Cansativa habe vor knapp einem Jahr die exklusive Vetriebserlaubnis von der staatlichen Bundescannabisagentur erhalten (FAZ). Die ersten Lieferungen würden aus Neumünster kommen. (Handelsblatt). In den kommenden Jahren sollen Tonnen zu medizinischen Zwecken in Deutschland angebaut werden – doch Zweifel würden bleiben, berichtet die Deutsche Welle. Sollten die Unternehmen die vertraglich zugesagte Ernten eines Tages erfüllen, könne dies aber Einfluss auf dem Markt haben. Wobei Stephan Kramer von Heyday darauf verweise, dass im Ausland produziertes Cannabis einfach günstiger sei.

Das Pharmaunternehmen Demecan wolle in Sachsen künftig Cannabis für medizinische Zwecke anbauen. Dafür werde in der Produktionsstätte in Ebersbach bei Dresden Richtfest gefeiert. Um künftig medizinisches Cannabis anbauen zu können, habe das Unternehmen ein bestehendes Gebäude gekauft, saniert und umgebaut. (u.a. Die Zeit und Welt)

Kanabo, das erste Unternehmen für medizinisches Cannabis, das an der Londoner Börse notiert werde, habe eine Absichtserklärung zur Übernahme von Materia unterzeichnet, einem führenden Unternehmen für die Verarbeitung und den Vertrieb von medizinischem Cannabis und CBD-haltigen Wellnessprodukten in Europa. (AFP)

#CannaRegulierung

In den nächsten Jahren solle mit Pilotprojekten ein Bild davon entstehen, wie in der Schweiz der Cannabis-Genuss geregelt werden könne. Dabei gelte es, den Zwischenweg zwischen dem Verbot und der absoluten Legalisierung zu finden. Der heutige Weg sei eine Sackgasse. (Blue News)

Welche Versprechen machen die Parteien bei der Bundestagswahl im Bereich der Drogenpolitik? Business Insider hat die Wahlprogramme analysiert. Es falle auf: Einzig die Union sei gegen eine Liberalisierung illegaler Drogen. FDP, SPD, Grüne und Linke würden sich offen für einen Kurswechsel bei der Drogenpolitik zeigen, insbesondere bei der Legalisierung von Cannabis.

Auch das RND berichtet, dass Grüne, SPD, Linke und FDP sich weitestgehend einig seien, Cannabis legalisieren zu wollen. Beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seien zudem derzeit zwei sogenannte Normenkontrollverfahren anhängig, in denen das Gericht prüft, ob das Cannabisverbot womöglich gegen das Grundgesetz verstoße. Sollte das Gericht entscheiden, dass das Verbot verfassungswidrig sei, stünde einer Legalisierung nichts mehr im Wege.

Per Klage wolle die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (54, SPD) das erhoffte Cannabis-Modellprojekt doch noch durchsetzen. „Ziel ist es, Konsumenten zu einem risikoärmeren und reduziertem Konsum zu bewegen“, so eine Sprecherin. (BZ)

Apotheker:innen und PTA seien mehrheitlich für eine Legalisierung von „Genusscannabis“: 64 Prozent könnten sich das laut einer aposcope-Umfrage vorstellen. Allerdings solle die Abgabe kontrolliert und reglementiert erfolgen. (Apotheke Adhoc)

#CannaMedizin

Bei der Abrechnung von Rezepturarzneimitteln mit Cannabis müssten Apotheken seit Anfang Juli einen Hash-Wert auf das Rezept drucken. Dieser bestehe aus einer Ziffernfolge mit abrechnungsrelevanten Daten. Offenbar seien dabei je nach eingesetzter Software Anlaufschwierigkeiten aufgetreten. (DAZ)

Der 35-Jährige Dr. Julian Wichmann sei einer von bundesweit 30 Ärzten, die eine Cannabis-Therapie anbieten würden: „Seit 2017 ist die Behandlung mit Cannabis-Produkten erlaubt, doch die wenigsten Ärzte verschreiben neben klassischen Medikamenten auch THC-Produkte”, zitiert die Bild den Arzt. Wenn andere Medikamente nicht helfen würde, erziele sein Teamtolle Therapie-Erfolge bei deutlich milderen Nebenwirkungen.

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